Audit Management im Unternehmen – einfach erklärt | DICIS AG

Was ist Auditmanagement?

Auditmanagement umfasst den Prozess der Planung, Durchführung und Auswertung von Audits nach Normen wie ISO 9001:2026 (Qualitätsmanagement), ISO 14001 (Umweltmanagement) oder ISO 27001 (Informationssicherheitsmanagementsystem).

Die Einführung eines Auditmanagements ist integraler Bestandteil von Qualitätsmanagementsystemen, des Risikomanagements, des Prozessmanagements beziehungsweise eines integrierten Managementsystems.

In diesem Artikel erfahren Sie, wie Sie mit Hilfe eines Auditmanagements interne Audits und Lieferantenaudits vorbereiten, durchführen und auswerten können.

Wie muss ich Audits planen und vorbereiten?

Normen wie ISO 9001:2026 beinhalten klare Vorgaben, wie ein Auditprogramm im Rahmen eines Auditmanagements gestaltet und aufgebaut werden muss.

  • Audits müssen im Voraus geplant und terminiert werden.

  • Es müssen fachlich qualifizierte Personen mit der Durchführung betraut werden.

  • Sichergestellt werden muss u.a. eine fachliche Unabhängigkeit und Unparteilichkeit.

  • Es muss festgelegt werden, was in welchem Bereich auditiert werden soll. So wird beispielsweise bei einem Systemaudit überprüft, inwieweit z.B. die Arbeit in einem bestimmten Bereich den Vorgaben von ISO 9001 entspricht.

  • Fragestellungen müssen ausgewählt werden.

Wie führe ich Audits durch?

Ein Audit bedeutet, dass Sie prüfen, ob in Ihrem Unternehmen alles so läuft, wie es soll. Dafür wählen Sie ein Thema, stellen gezielte Fragen und schauen sich die Abläufe an – vor Ort oder online. Am Ende bewerten Sie die Ergebnisse und leiten Verbesserungen ab.

  • 1. Festlegen, was auditiert werden soll
    Wählen Sie einen Bereich aus, z. B. einen Prozess oder ein Thema wie Qualität oder Sicherheit.

  • 2. Bestimmen, wer auditiert
    Legen Sie fest, wer das Audit durchführt. Idealerweise jemand, der den Bereich kennt, aber neutral prüft.

  • 3. Fragen vorbereiten
    Erstellen Sie einfache Leitfragen, z. B.: Wird der Prozess so umgesetzt wie geplant?

  • 4. Audit durchführen (vor Ort oder remote)
    Sprechen Sie mit Mitarbeitern, schauen Sie sich Abläufe an und prüfen Sie die Umsetzung.

  • 5. Ergebnisse auswerten
    Bewerten Sie, was gut läuft und wo es Abweichungen gibt.

  • 6. Maßnahmen ableiten
    Legen Sie fest, was verbessert werden soll und wer sich darum kümmert.

👉 Ziel: Einfach prüfen, verstehen und besser werden – ohne komplizierte Bürokratie.

Wie werte ich Audits aus?

Für die Dokumentation eines Audits gibt es keine feste Vorgabe in der Norm. Wichtig ist, dass die Ergebnisse so festgehalten werden, dass sie später nicht unbemerkt verändert werden können. So bleibt nachvollziehbar, was geprüft wurde und welches Ergebnis herauskam.

Die ISO verlangt keine bestimmte Form der Dokumentation. Sie können ein Audit also einfach und praxisnah festhalten.

Wichtig ist vor allem:

  • Die Ergebnisse müssen klar und verständlich dokumentiert sein
  • Sie sollten nicht nachträglich veränderbar sein (fälschungssicher)
  • Es muss erkennbar sein, was geprüft wurde und mit welchem Ergebnis

👉 In der Praxis empfiehlt es sich, die Ergebnisse eines internen Audits in einem Dokument oder direkt in einer Software festzuhalten. So behalten Sie den Überblick und können später jederzeit darauf zurückgreifen.